Kaethi Roth
„Ladakh hat mein Leben verändert“
Käthi Roth, Pflegefachfrau und Projektleiterin für Amchis / lokale Naturärzte
Sie lebt zwei Leben.
Eines in Bern als Pflegefachfrau.
Das andere in Asien, in Ladakh, dem „hohen Pässe“-Land im Transhimalaya, einer der ärmsten Gegenden der Welt. Dort setzt sich Käthi Roth tatkräftig für die Gesundheitsförderung ein, indem sie die Amchis unterstützt.
Käthi Roth, 1946 in Grindelwald geboren, Mutter zweier erwachsener Töchter, liess sich zuerst im Lindenhof Bern zur Krankenschwester ausbilden. Sie war z.T. in leitender Funktion in Spitälern, Heimen und bei der Spitex tätig.
Lebenstraum erfüllt
Schon als Kind habe sie sich gewünscht, Krankenschwester zu werden und einmal in der Entwicklungshilfe tätig zu sein.
1996 lernte Käthi Roth einen buddhistischen Philosophen aus Ladakh kennen, der in Bern Vorträge hielt.
Im Sommer 2000 reiste sie zum ersten Mal in den Himalaya. Seither zieht es sie immer wieder in das karge, stille Land mit den herzlichen Menschen, die im Einklang mit der Natur leben.
Hilfe zur Selbsthilfe
Mit Hartnäckigkeit und Offenheit für die fremde Kultur begann Käthi Roth ihren Traum zu verwirklichen. Es gelang ihr, im Freundes- und Bekanntenkreis Sponsoren für die Amchis zu finden. Sie holte sich zudem im Lehrgang „Psychosoziale Gesundheitsförderung“ an der Lindenhof Schule die theoretische Grundlage.
Im Jahr 2003 hat sie ihnen auf einem Trekking in die Dörfer erstmals Geld, Briefe und Fotos der Sponsoren gebracht.
Die Amchis – heute ein indischer Verein: local doctors assocation –sind heute eine starke und selbstbewusste Gruppe.
Nicht wegschauen – sinnvoll helfen
In der Einsamkeit der Himalaya-Berglandschaft tanke sie jedesmal neue Kräfte und stelle fest, wie verwöhnt wir im Westen seien. „Die Heiterkeit der Menschen mit ihrer positiven Einstellung zum Leben beeindruckt mich“, sagt Käthi Roth, die gern weitere Auskünfte erteilt und Kontakte vermittelt. Es ist zu hoffen, dass viele diese Möglichkeit nutzen, die Welt ein wenig zu verändern.







